Herrlich war’s – Unsere Premiere bei den „Open Gardens“

Herrlich war’s – Unsere Premiere bei den „Open Gardens“

Was haben wir in den letzten Tagen vor dem großen Termin gewirbelt. Das Tor gestrichen, ein Rankgerüst gebaut, Pflanzen umgesetzt, ausgesät – natürlich viel zu spät. Aber in diesem Jahr wurde der Küchengarten erst angelegt. Über das Wetter Anfang Mai möchte ich gar kein Wort mehr verlieren und dann war da ja noch das Projekt „Gewächshaus“. Gestalten und Anlegen ging halt dem Anbauen voraus.

Markus mag kein Unkraut zwischen Steinen mehr sehen, hat unzählige Löcher gebohrt, um das Dach für das künftige Gewächshaus zu befestigen, Frida hat sich ausführlich mit Wiesenblumen vertraut gemacht und dem Namen „Stromergarten“ alle Ehre gemacht, um so am Tag der „Open Gardens“ mit herrlichen Wiesensträußen zu brillieren. Oscar, machte einen Onlinekurs zu WordPress, schmiedete Ideen für das Logo, hat die Grafikvorlage für den Stempel bearbeitet und macht sich als Administrator für die Homepage verdient. Na und ich habe ordentlich in der Erde gebuddelt, gestrichen, geschraubt, geschleppt, geräumt, gekocht, gebacken, meine Ideen im Zaum gehalten, bin jeden Abend über die kaputte Pumpe an der Zisterne fluchend mit der Gießkanne los und ….habe jeden Morgen meinen geliebten ersten Kaffee mit Blick in den Garten und wenn möglich im Garten rumstromernd genossen.

Zwei Tage vor den „Offenen Gärten“ haben wir gefühlt alle zwei Stunden die Wetterprognosen auf diversen Plattformen gecheckt und uns natürlich immer für die günstigste als die glaubwürdigste entschieden. Allzuoft hatten wir in den Wochen zuvor erlebt, es kommt sowieso anders – und in Taubach erst recht. Doch am Pfingstsonntag stimmten die Vorhersagen zunächst erschreckender-, dann erfreulicherweise. Den nächtlichen und morgendlichen Dauerregen haben wir mit Humor genommen. Markus fand das Wetter zumindest „konsequent“: viel Regen, Wind, Wolken und kühl. Naja, dann haben wir halt erstmal Frühstück gemacht. Markus hat derweil unsere Beagledame Wilma zur tollen kurzfristig eingesprungenen Betreuung gebracht. Denn dieser kleine Wirbelwind kann seine Freude über Besuch schwer bändigen und das wollten wir weder ihr noch unseren Gästen zumuten. Und übrigens, es regnete noch immer. Aber hey, die Luftballons kann man auch bei Regen an das Tor hängen. Noch bevor das geschah, waren doch tatsächlich die ersten Besucher da. Immerhin konnte ich so meine Lieblingsschuhe Gummistiefel anziehen. Gut, dann frühstücken wir eben nach diesen verrückten Gartenguckern. Jaja, „Morgenstund hat Gold im Mund“ … „Wer lange frühstückt bleibt auch gesund.“ Kalter Kaffee raus aus der Tasse, heißer Kaffee rein und los ging es … mit den nächsten Besuchern. Gut, dann ziehen wir eben unseren „Gummi“Stiefel durch. Bewaffnet mit Regenschirm schleppten wir nach und nach Essen und Getränke in die Sommerküche. Und tatsächlich, der Regen hörte auf, die ersten Nachbarn kamen und immer mehr Besucher.

Die Sonne ließ sich nicht lumpen, trocknete die Bänke und Stühle. Ein herrliches Kommen, Verweilen und Gehen entstand – Stromern im besten Sinne. Manche ließen sich mit Kaffee und Kuchen oder Suppe nieder, genossen die Aussicht, kamen ins Gespräch, begutachteten Wege, Mauern, Beete und die jungen Besucher spielten.

Der wunderbare rotnasige Jacques Gelee kümmerte sich mit einigen Stromerern um das Wohlergehen der Blüten. Für alle war gesorgt und es machte auch auf uns den Eindruck, dass es allen wirklich gut ging. Nach unserer Schätzung waren im Laufe des Tages ca. 300 Menschen im Stromergarten.
Uns hat es großen Spaß gemacht und bewiesen, dass man sich offensichtlich bei uns wohlfühlen kann. Na dann legen wir mal los mit der Planung weiterer offener Tage und Abende.



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